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Haftklebstoffe

Diese Klebstoffe gehen keine feste, beständige Klebeverbindung mit den Werkstoffen ein, sondern haben eine dauerklebrige, haftende Klebefläche. Sie haften nur auf der Werkstoffoberfläche. Sie sind nur eingeschränkt einsetzbar.

Haftklebstoffe eignen sich nur für anspruchslose und dekorative Klebungen (Klebebänder, Etiketten und diverse Do-it-yourself-Produkte sind mit Haftklebstoffen ausgestattet). Derartige Klebstoffe verfügen in der Regel über sehr geringe Schälkräfte und niedrige Wärmestandfestigkeiten. Für hochbeanspruchte Anwendungen (z.B. Automobilindustrie) stehen Spezialprodukte zur Verfügung.

Haftvermittler

Zusatzprodukte, die Klebeeigenschaften zu Werkstoffen verbessern können. Werden bei Werkstoffkombinationen meist nur auf den Werkstoff aufgetragen, der die schlechtere Klebeeigenschaft hat. Man spricht auch von Primer oder Haftverbesserer.

Handlingsfestigkeit

Der Klebstoff ist soweit ausgehärtet das die Werkstoffe bewegt und je nach Beanspruchung weiter bearbeitet werden können, wenn keine hohen Belastungen ausgeübt werden. Die Endfestigkeit ist noch nicht erreicht!

Handrücken- bzw. Fingerprobe

Prüftest zur Ermittlung des richtigen Klebungszeitpunktes bei Kontaktklebern.

Vorgehen: Bei leichtem Druck des sauberen Handrückens auf den soeben getrockneten Klebstofffilm soll dieser sich noch leicht klebrig anfühlen, sich jedoch nicht mehr durch Fadenbildung auf den Handrücken übertragen.

Härter

s.h. Vernetzer

Härtezeit

Unter Härtezeit versteht man die Zeit, die ein Klebstoff benötigt um vollständig auszuhärten. Dies kann erfolgen durch Ablüften der Lösemittel, Verdunsten der Wasseranteile oder nach Abschluss der chemischen Reaktion.

HDPE

Polyethylen hoher Dichte (Kurzzeichen PE-HD und HDPE)

Heißklebeverfahren

Ausführung der Klebung in der Wärme.

Heißschmelzklebstoffe

(auch Hotmelts genannt) lassen sich nur mittels Aufheizgerät verarbeiten. Die Klebung erfolgt durch Erkalten des Klebstoffes. Dies geschieht meist in einer sehr kurzen Zeitspanne. Somit nur geeignet für kleinflächige Klebungen, evtl. kurze Raupen. Schnelles Arbeiten ist erforderlich.

Holzwerkstoffe kleben

Der Markt bietet ein breites Angebot an veredelten Holzwerkstoffen, wie z. B. furnierte Flächen, Spanplatten, Sperrhölzer, Faserplatten usw. an. Auch hier sind unterschiedliche Klebeeigenschaften anzutreffen.

In den meisten Fällen kann mit klassischen Leimen (Dispersionen), also wässrigen Klebstoffen, eine ausreichende Verleimung dieser rohen Holzwerkstoffe miteinander erreicht werden.

Für hoch beanspruchte Klebeverbindungen und bei Kombinationen von Hölzern mit anderen Werkstoffen (z. B. Metallen, Kunststoffen, beschichteten und lackierten Oberflächen usw.) werden anwendungsbezogene spezielle Klebstoffe angeboten. Oberflächenveredelte Hölzer (wie lackierte, lasierte, Kunststoff beschichtete, geölte Flächen usw.) benötigen ebenso eine sehr gezielte Klebstoffauswahl.

Fallweise können diese Oberflächen sehr klebeunfreundlich sein, dies gilt besonders für beschichtete Oberflächen. Da in den seltensten Fällen die vorliegende Beschichtung bekannt ist, werden Probeklebungen zur Eignungsprüfung immer angeraten. Es wird empfohlen, derartige Klebeflächen immer leicht anzuschleifen.

Hotmelt-Tipp

Um eine zu schnelle oder schockartige Wärmeableitung beim Einsatz von Schmelzklebstoffen zu vermeiden ist es oft ratsam die Werkstoffe, insbesondere Metall, leicht zu erwärmen.