Lexikon

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S :

SAN

Styrol-Acrylnitril (Kurzzeichen SAN)

SBR

Styrol-Butadien-Kautschuk (Kurzzeichen SBR)

Schälfestigkeit

Festigkeit gegen Kräfte, die nur auf eine dünne Linie am Ende der Klebeverbindung wirken und hier zu Spannungsspitzen führen.

Schlagzäh

Häufig gebräuchliche Definition des in der Fuge ausgehärteten Klebstoffes. Mit schlagzäh wird ein Zustand bezeichnet, der weder sprödhart noch elastisch ist.

Schmelzklebstoffe

(auch Hotmelts genannt) können nur mittels Aufheizgerät verarbeitet werden.

Die Klebung erfolgt durch Erkalten des Klebstoffes. Dies geschieht meist in einer sehr kurzen Zeitspanne. Somit nur geeignet für kleinflächige Klebungen, evtl. kurze Raupen.

Schnelles Arbeiten ist erforderlich. Die Anlieferform solcher Klebstoffe umfasst eine breite Auswahl. Weit verbreitet ist sog. Granulat, also in Körnchenform. Zusätzlich werden Pastillen, Pillows sowie Blöcke in unterschiedlicher Geometrie und Größe angeboten.

Schmelzpistole

Hierbei handelt es sich um handliche Aufheizgeräte, mit denen Schmelzklebstoffe verarbeitet werden können. Das Angebot solcher Geräte reicht von einfachen Stickpistolen (Bastelbereich) über manuelle Pistolen bis hin zu Druckluft betriebenen Geräten.

Bei diesen Heißschmelzpistolen geht man vorwiegend von handlichen Größen für relativ geringe Verarbeitungsmengen aus. Großmengenverbraucher und automatische Anlagen nutzen sog. Tankschmelzanlagen.

Schwerentflammbarkeit

Entzündungsfestigkeit und Brennbarkeit eines getrockneten Klebstofffilms (siehe Viskosität).

Sekundenklebstoff

Sprachgebrauch für Klebstoffe auf Basis Cyanacrylat.

Diese Produkte haben die Eigenschaft, innerhalb kürzester Zeit (meist in Sekunden) zu härten (polymerisieren). Grundsätzlich gehören diese Klebstoffe zu den 1-Komponenten-Reaktions-Klebstoffen. Sie reagieren sehr schnell mit der an der Werkstoffoberfläche anhaftenden Feuchtigkeit. Durch diese Fähigkeit sind Sekundenkleber sehr beliebt für die schnelle Klebung kleiner und kleinster Flächen. Da Cyanacrylat-Klebstoffe überwiegend sehr dünnflüssig sind und über kein Fugen füllendes Verhalten verfügen, können sie nur bei passgenauen Klebungen zum Einsatz kommen.

Sie werden nur tropfenweise aufgetragen und die Werkstoffe sofort zusammengfügt. Für kleinflächige Klebungen von Gummimaterialien und EDPM (Moosgummi) sowie blanken Metallen und div. Kunststoffen gut geeignet.

Lagerhinweis: Die Lagerfähigkeit kann durch kühle Lagerung deutlich verlängert werden. Cyanacrylate nicht eingefrieren. Gekühlt gelagerten Produkte müssen vor der Verarbeitung ausreichend temperiert werden!

Spachtelauftrag

Bei größeren Flächen und dickflüssigen bzw. pastösen Klebstoffen sind gezahnte Spachtel (feine bis grobe Zahnung je nach Bedarf) angeraten. Hier besteht die Möglichkeit, einfache Einweg-Kunststoffspachtel oder Qualitätsspachtel aus (Edel-) Stahl zu verwenden. Stahlspachtel lassen sich, solange die Klebstoffreste nicht ausgehärtet sind, mit Reiniger/Verdünner säubern. Je nach Klebstoffart werden unterschiedliche Verdünner angeboten.

Sprühauftrag

Ein Sprühauftrag von Klebstoffen ist bei flächigen und dünnen Auftragsfilmen angebracht. Die Klebstoffe müssen sprühfähig eingestellt sein oder mittels zulässigem Verdünner/Lösemittel in benötigter sprühfähiger Konsistenz eingestellt werden. Üblicherweise erfolgt ein Sprühauftrag mittels Becherpistole, bei großen Bedarfsmengen mittels Drucktopfsystem.

Sicherheitsratschläge: Einsatz von lösemittelhaltigen Produkten beachten!

STP

Gebräuchliche Abkürzung bei Klebe-/Dichtmassen auf Basis silanterminierter Polymere.