Lexikon

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Walzenauftrag

Ist nur bei kontinuierlichem, flächigem Auftrag interessant.

Bevorzugter Einsatzbereich: bei wässrigen Klebstoffen (Leimen), da hier eine Reinigung relativ einfach erfolgen kann. Bei lösemittelhaltigen Klebstoffen würden große Mengen Lösemittel an die Umgebungsluft abgegeben.

Warnhinweis zum Einsatz von Lösemitteln beachten!

Bei Komponenten-Klebstoffen (Reaktions-Klebstoffen) sind nur derartige Produkte geeignet, die über eine entsprechend lange Verarbeitungszeit (Topfzeit) verfügen. Eine Reinigung ist zudem problematisch.

Wärmeaktivierung

Eine besondere Möglichkeit, durch Nutzung von Wärme (etwa +80 °C) die beiden trockenen Klebstoffschichten mit Unterstützung eines Druckes zu verbinden.

Wärmebeständigkeit

Sagt aus, bis zu welchem Temperaturbereich eine Klebung üblicherweise belastet werden kann. Die jeweiligen Grenzwerte sind stark abhängig vom Werkstoff und der mechanischen Belastung.

Wärmefestigkeit

Die Wärmefestigkeit einer Klebung unterliegt mehreren Kriterien. Der eingesetzte Klebstoff, die Art der Werkstoffe, die Oberflächen, die Geometrie der Klebeflächen in Verbindung mit dem auftretenden Kraftverhältnissen unter Wärmeeinwirkung.

Wässrige Klebstoffe

(wie Leime, Latex, Dispersionen) enthalten Wasser. Diese Produkte können nur eingesetzt werden, wenn mindestens ein Werkstoff saugfähig ist, damit die Wasserbestandteile vom Werkstoff aufgenommen werden können.

Wässrige Klebstoffe/Leime werden bevorzugt bei saugenden Materialien (wie rohes Holz, Papier, Pappe, Leder, Filz, einige Textilien u. ä.) eingesetzt. Diese Klebstoffart findet bevorzugt Einsatz in Holz und Papier verarbeitenden Branchen. Eine Anwendungsausnahme zeigen wässrige Kontaktklebstoffe und Heißsiegel-Klebstoffe - diese müssen erst vollständig ablüften, bevor sie zusammengefügt werden können.

Weichmacher

Chemische Bestandteile in Kunststoffen, die diese weich und flexibel machen.

Bekanntester Kunststoff hierzu ist PVC-weich. Die Weichmacher können aus diesen Kunststoffen auswandern und Klebstoffe angreifen, schwächen oder schädigen. Für weichmacherhaltige Kunststoffe müssen Klebstoffe ausgewählt werden, die weichmacherbeständig sind.

Weichschäume

Bei diesem Material gilt zu unterscheiden, ob Weichmacher enthalten sind oder nicht (für weichmacherhaltige Produkte müssen entsprechend beständige Klebstoffe ausgewählt werden).

Bevorzugt kommen lösemittelhaltige Kontakt-Klebstoffe zum Einsatz. Weichmacher freie Weichschäume auf Basis PUR sind am weitesten verbreitet, wobei natürlich auch andere Rohstoffbasen anzutreffen sind. Für übliche Weichschäume werden einige spezielle Klebstoffe angeboten. Verstärkt auftretende Schaummatten aus PE und PP (offen- und geschlossenporig) weisen bedingt durch ihre Rohstoffbasis schlechte Klebeeigenschaften auf. Besonders unter Wärmeeinfluss (z. B. in Wohnmobilen) kann es zur Schädigung der sowieso schlechten Klebung kommen. Um die positiven Eigenschaften der Schäume auch im Klebebereich nicht zu beeinträchtigen, empfiehlt sich ein Sprühauftrag mittels Becherpistole oder Spraydose.

Sicherheitshinweise zu Arbeiten im Sprühauftrag und Spraydose beachten!

Anwendungstipp: leicht schräg auf den Schaum sprühen, damit der Klebstoff nicht zu sehr in die Poren vom Schaum eindringt. Üblicherweise werden hier Kontakt-Klebstoffe eingesetzt, wobei auch verstärkt andere Klebstoffsysteme zur Anwendung gelangen.