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1-Komponenten-Klebstoffe

In der Regel werden Klebstoffe einkomponentig verarbeitet. Wenn jedoch gezielt von 1-Komponenten-Klebstoffen gesprochen wird, geht man hier von Reaktionsklebstoffen (ähnlich 2-Komponenten-Klebstoffen) aus, die jedoch einkomponentig verarbeitet werden.

Bei diesen Produkten ist die zweite Komponente, der Härter/Vernetzer, bereits integriert. Diese zweite Komponente wird durch Feuchtigkeit zur chemischen Reaktion gebracht. Der Klebstoff holt sich die Feuchtigkeit entweder aus der Werkstoffoberfläche, aus der Umgebungsluft oder sie wird gezielt als Wassersprühnebel aufgesprüht. Bei dampfdichten Materialien (wie Metallen) können diese Klebstoffe nur dann flächig verwendet werden, wenn Feuchtigkeit zugesprüht wird oder ein Werkstoff feuchtigkeitsdurchlässig ist.

Auf dem Markt werden zwei Systeme dieser 1-Komponenten-Produkte angeboten. Das isocyanathärtende System schäumt beim Härteprozess auf. Die Intensität des Aufschäumverhaltens ist abhängig von der Rezeptur, dem Feuchtigkeitsangebot und der Temperatur.
Faustregel: Viel Feuchtigkeit und hohe Temperaturen bringen schnelles Härten und kräftigeres Aufschäumen, wenig Feuchtigkeit und niedrige Temperaturen langsames Härten und geringes Aufschäumen. Diese Produkte ermöglichen eine gute Fugenfüllung, die Klebefuge ist meist sprödhart bis schlagzäh. Das andere System schäumt nicht, sondern bildet eine dauerelastische Masse.

Diese Systeme werden meist nur im Raupenauftrag oder direkt am Rand der Werkstoffe oder Klebefuge verwendet. Sie sind nicht für flächige Klebungen geeignet. Die Fuge sollte nicht dünner als 2 mm und nur wenige cm breit sein, damit genügend Luftfeuchtigkeit zur Vernetzung an die Fuge gelangen kann.

Bevorzugter Einsatzbereich: als Klebe-/Dichtmasse und bei Anwendungen, bei denen von der Klebefuge eine gewisse Elastizität erwartet wird und um Klebefugen gegen Bewitterung zu schützen.


2-Komponenten-Klebstoffe

Auch Reaktions-Klebstoffe genannt. Wenn die getrennt angelieferten/verpackten Komponenten miteinander vermischt werden, härten diese durch eine chemische Reaktion aus.


Abbinden

Bezeichnet den Vorgang des Klebstoffes vom flüssigen in den festen Zustand. Erst nach vollständigem Abbinden erreicht der Klebstoff seine Klebeleistung und Festigkeit.


Ablüftezeit

Hiermit ist die Wartezeit gemeint, die der aufgetragene Klebstoff benötigt, bis seine flüssigen Bestandteile ausreichend verflüchtigt sind und die Werkstoffe zusammengefügt werden können.


ABS

Acrylnitril-Butadien-Styrol (Kurzzeichen: ABS)

Handelsnamen z.B.: Anjalin, Cevian, Cycolac, Dylac A, Ecodear, Isolac, Isopak,Lastilac, Lustran, Magnum, Novakral, Novodur, Riadur, Sicoflex, Starex, Terluran


Adhäsion

Hiermit werden die Anziehungskräfte bezeichnet, die zwischen Klebstoff und Oberfläche der Werkstoffe wirken.


Alterung (Klebung)

Verhalten des Klebstoffes (der Klebung) in Abhängigkeit von der Zeit, der Temperatur, der mechanischen Beanspruchung und Umwelteinflüssen.


Anaerobe Klebstoffe

Diese gehören zu den Reaktions-Klebstoffen, sind 1-komponentig und härten unter Sauerstoffabschluss aus. Die Fuge muss absolut luftdicht sein. Bevorzugt bei Schraubensicherungen im Einsatz.


Anfangsfestigkeit

Klebungen an senkrechten Flächen oder Klebungen, die unmittelbar nach dem Fügen bewegt werden müssen, benötigen Klebstoffe mit sofortiger Anfangsfestigkeit, wie es z. B. die Kontakt-Klebstoffe ermöglichen.

In Einzelfällen (bevorzugt bei kleinflächigen Klebungen) können auch Schmelz-Klebstoffe und Sekundenklebstoffe dieser Forderung gerecht werden. In Fällen, bei denen an senkrechten Flächen bis zur Aushärtung eine Fixierung möglich ist, können auch standfeste (thixotrope) Klebstoffe verwendet werden.


ASA

Acrylester-Styrol-Acrylnitril (Kurzzeichen:ASA)


Aufschäumende Klebstoffe

Aufschäumende Klebstoffe benötigen ausreichend Platz in der Klebefuge, denn diese Klebstoffe expandieren beim Härteprozess, Volumenerweiterung (feine Schaumstruktur). Sie bieten somit eine gute Fugenfüllung.


Ausblühen

Ausblüherscheinungen sind meist weißliche Verfärbungen der Fügeteiloberflächen unmittelbar am Randbereich der Klebestellen und können bei Klebungen mit Cyanacrylat-Klebstoffen (Sekundenklebstoffen) auftreten.


Aushärtung

Der Übergang vom flüssigen in den festen Zustand. Zum Beispiel durch Verflüchtigen der Lösemittel oder des Wassers, bei reaktiven Klebstoffen (1-K- und 2-K-Klebstoffe) durch die chemische Reaktion. Auch als Abbinden bezeichnet.


Benetzung

Damit ein Klebstoff einen vollständigen Kontakt mit der Werkstoffoberfläche erzielen kann, muss er diese benetzen. Hierfür ist es notwendig, dass er ausreichend flüssig (bzw. pastös) ist.


Beständigkeit

Verhalten des Klebstofffilms bei geänderten Umweltbedingungen und Belastungen durch chemische oder thermische Bedingungen.


CFK

Das technische Konstruktionsmaterial Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK) wird aus Kohlestofffasern und Epoxidharz gefertigt. Dieser Werkstoff ist etwa 20% leichter als Aluminium und zeigt deutlich höhere Festigkeitswerte als Aluminium. Ein Produkt, das für höchste technische Ansprüche steht. Eingesetzt wird CFK somit fast nur bei sehr hochwertigen Anwendungen.

Einsatzbeispiele: Flugzeugbau, Formel-1 Rennwagen, Teile in und an Sportwagen, Bootsbau, Schienenfahrzeuge und hochwertige Sportgeräte, wie Fahrräder u.v.a. Hochleistungssportgeräte.

Die Herstellung von Teilen aus CFK ist sehr aufwändig. In Handarbeit werden die Werkstücke um, bzw. in Formen gelegt und dann im sogenannten Autoklaven bei etwa 12 bar Druck und um die +180°C ca. 10-14 Stunden gebacken.


CR

Chloropren-Kautschuk, Polychloropren oder Chlorbutadien-Kautschuk (Kurzzeichen CR)

Gebräuchliche Abkürzung bei Klebestoffen auf Basis Polychloroprene, im Sprachgebrauch auch Neopren.


Cyanacrylat

Diese Produkte haben die Eigenschaft, innerhalb kürzester Zeit (meist in Sekunden) zu härten (polymerisieren). Grundsätzlich gehören diese Klebstoffe zu den 1-Komponenten-Reaktions-Klebstoffen. Sie reagieren sehr schnell mit der an der Werkstoffoberfläche anhaftenden Feuchtigkeit. Durch diese Fähigkeit sind Sekundenkleber sehr beliebt für die schnelle Klebung kleiner und kleinster Flächen.

Da Cyanacrylat-Klebstoffe überwiegend sehr dünnflüssig sind und über kein Fugen füllendes Verhalten verfügen, können sie nur bei passgenauen Klebungen zum Einsatz kommen.Sie werden nur tropfenweise aufgetragen und die Werkstoffe sofort zusammengfügt. Für kleinflächige Klebungen von Gummimaterialien und EDPM (Moosgummi) sowie blanken Metallen und div. Kunststoffen gut geeignet.

Lagerhinweis: Die Lagerfähigkeit kann durch kühle Lagerung deutlich verlängert werden. Cyanacrylate nicht eingefrieren. Gekühlt gelagerten Produkte müssen vor der Verarbeitung ausreichend temperiert werden!


Diffusion

Wanderung von Flüssigkeiten oder Gasen durch poröse Stoffe.


Dispersion

Ein wässriger Klebstoff in dem die klebenden Substanzen in Wasser dispergiert sind. Nach entweichen, verflüchtigen der Wasserbestandteile in den Werkstoff (z.B. Holz) oder der Umgebungsluft härtet der Dispersionsklebstoff (Leim) aus. Ein Pressdruck während der Härtung ist besonders von Vorteil.


Dispersionsklebstoff

In Wasser dispergierte (fein verteilte) Klebstoffsysteme.


Doppelkartuschen

Ein Verpackungssystem für 2-Komponenten-Klebstoffe. Mittels eines aufgesetzten statischen Mischrohres erfolgt beim gemeinsamen Ausdrücken der beiden Klebstoffkomponenten die Dosierung und exakte Vermischung.

Hinweis: Mischrohr nach Arbeitsende nicht entfernen, erst beim erneuten Gebrauch wechseln!


Dosieren

Bei 2-Komponenten-Klebstoffen ist eine exakte Dosierung der vorgegebenen Mengenanteile sehr wichtig. Diese werden entweder in Volumenteilen oder Gewichtsteilen angegeben.


Duromer

Stark vernetzter, unschmelzbarer Kunststoff (z.B. GfK- Polyester, -Epoxy u. a.).


Elastomer

Leicht vernetzter, unschmelzbarer, dauerelastischer Klebstoff (z.B. EPDM)


Entsorgung entleerter Gebinde/Verpackungen

Entleerte Klebstoffgebinde/Verpackungen mit anhaftenden Resten können, wenn diese ausgehärtet sind, normal entsorgt werden, wahlweise im Hausmüll oder, wenn vorhanden, über das Entsorgungssystem des Grünen Punktes.

Verpackungen mit anhaftenden nicht ausgehärteten Klebstoffresten (z. B. bei 2-Komponenten-Produkten) müssen über die gemeindlich angebotenen Problemmüll-Entsorgungen analog zu Farben, Lacken und Reinigungsmitteln entsorgt werden.


EP

Gebräuchliche Abkürzung bei Epoxidharz-Klebstoffen (Epoxy-Harz).


EPDM

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (Kurzzeichen EPDM)


Epoxidharz

Epoxidharz (Epoxy), Kurzform EP, ist ein duroplastischer Kunststoff, der im ausgehärteten Zustand sehr hohe Festigkeiten und Beständigkeiten gegen Wärme und viele chemische Medien aufweist. Wird häufig als 2-Komponenten-Klebstoff angeboten und zeigt sehr gute Klebeeigenschaften zu blanken Metallen.

Die Komponenten

Epoxidharz und Härter werden flüssig bis pastös angeboten und müssen zur Verarbeitung sorgfältig vermischt werden. Die Aushärtung erfolgt bei Raumtemperatur und fallweise unter Wärmeeinwirkung. Die Härtezeiten können je nach Rezeptur zwischen wenigen Minuten bis zu einigen Stunden betragen.


EVA

Ethylenvinylacetat (Kurzzeichen EVA)


Feststoffgehalt

Anteil der nicht flüchtigen Bestandteile.


Feuchtigkeitshärtende Klebstoffe

Benötigen Feuchtigkeit/Wasser für den Härteprozess, entweder aus den zu klebenden Werkstoffen, der Umgebungsluft oder durch zugesprühtes Wasser. Hier ist zu unterscheiden, ob diese Klebstoffsysteme aufschäumend oder zu einer dauerelastischen Masse aushärten.


Feuchtigkeitsvernetzend

Vernetzen ist ein chemischer Vorgang.

Viele 1-Komponenten-Klebstoffe haben bereits einen Vernetzer, bzw. einen Härter eingebaut. Damit dieser aktiv werden kann, d.h. die chemische Reaktion von statten gehen kann, benötigen diese Produkte als zweite Komponente Feuchtigkeit, bzw. Wasser. Diese Feuchtigkeit holen sich die Klebstoffe entweder von der Werkstoffoberfläche oder aus der Umgebungsluft. Bei einigen Klebstoffen ist es nötig, ausreichend Wasser mittels Sprühnebel zuzuführen. Bei derartigen Klebstoffsystemen, die ohne Sprühwasserzugabe reagieren, wird eine Klebstofffuge benötigt, an die ausreichend Luft kommt (Kante, bzw. ein offener Spalt/Fuge von mind. 2mm).


Fixieren

Die Fügeteile werden während des Aushärtevorgangs gegen Verrutschen gesichert


Flammpunkt

Niedrigst mögliche Temperatur, bei der ein Gas-/Luftgemisch über dem Produkt gezündet werden kann.


Fugenfüllend

Die Fuge (der Spalt) einer Klebefläche kann unterschiedlich dick oder dünn sein. Wenn diese Fuge ausgefüllt sein muss, ist es wichtig Klebstoffe zu verwenden, die eine fugenfüllende Eigenschaft besitzen.


Füllstoffe (Klebstoffe)

Meist anorganische Zusätze zur Verbesserung der Klebstoffeigenschaften.


Gefahrenklasse (GGVS)

Gefahrguteinstufung für den Transport (insbesondere Gefahrgutverordnung Straße, GGVS).


GFK

GFK = Glasfaserverstärkter Kunststoff


GFK

GFK = IT


Glas kleben

Bei Glasklebungen können unterschiedliche Schwierigkeiten auftreten. Das Angebot an geeigneten Klebstoffen ist klein. Es muss unterschieden werden, ob die Klebefuge sichtbar ist oder nicht. Weitere Unterschiede ergeben sich hinsichtlich des Klebstoffauftrags, ob diese flächig oder nur in Raupenform (Randbereiche) erfolgen soll.

Bei konstruktiven Klebungen zeigen Klebstoffe auf Basis Epoxidharze oft brauchbare Ergebnisse. Für Randklebungen haben sich Produkte auf Basis Silikon oder STP (Silanterminierte Polymere) bewährt.

In vielen Fällen kann über die Nutzungszeit der Klebung die natürliche UV-Strahlung den Klebstoff schädigen (im Automobilbau werden die Scheiben am Kleberand mit schwarzen Flächen versehen).

Bei Glas kann der Anwender unterschiedliche Klebeeigenschaften vorfinden. Klassisches Fensterglas gilt in der Regel als brauchbar klebefreundlich. Diverse Veredelungen können auch hier klebetechnische Einschränkungen aufweisen. Gegenstände aus Gebrauchsglas verfügen häufig über veredelte Oberflächen, die mitunter schlecht klebbar sein können.


Gummi kleben

Bei Gummi gilt zu beachten: Auf dem Markt gibt es eine fast unzählige Menge an Gummisorten/-mischungen mit unterschiedlichsten Beimischungen.

Die jeweiligen Hinweise der Klebstoffvorschläge zum Thema Gummiklebungen müssen sorgfältig beachtet werden!

Weiter gilt zu berücksichtigen: Viele gummiähnliche Kunststoffe werden fälschlich als Gummi bezeichnet, verfügen jedoch über eigene, besondere Klebeeigenschaften. Kritisch verhalten sich Recyclingprodukte aus Gummi, denn hier werden häufig undefinierte Gummimaterialien vermischt bzw. beigemischt.


Haftklebstoffe

Diese Klebstoffe gehen keine feste, beständige Klebeverbindung mit den Werkstoffen ein, sondern haben eine dauerklebrige, haftende Klebefläche. Sie haften nur auf der Werkstoffoberfläche. Sie sind nur eingeschränkt einsetzbar.

Haftklebstoffe eignen sich nur für anspruchslose und dekorative Klebungen (Klebebänder, Etiketten und diverse Do-it-yourself-Produkte sind mit Haftklebstoffen ausgestattet). Derartige Klebstoffe verfügen in der Regel über sehr geringe Schälkräfte und niedrige Wärmestandfestigkeiten. Für hochbeanspruchte Anwendungen (z.B. Automobilindustrie) stehen Spezialprodukte zur Verfügung.


Haftvermittler

Zusatzprodukte, die Klebeeigenschaften zu Werkstoffen verbessern können. Werden bei Werkstoffkombinationen meist nur auf den Werkstoff aufgetragen, der die schlechtere Klebeeigenschaft hat. Man spricht auch von Primer oder Haftverbesserer.


Handlingsfestigkeit

Der Klebstoff ist soweit ausgehärtet das die Werkstoffe bewegt und je nach Beanspruchung weiter bearbeitet werden können, wenn keine hohen Belastungen ausgeübt werden. Die Endfestigkeit ist noch nicht erreicht!


Handrücken- bzw. Fingerprobe

Prüftest zur Ermittlung des richtigen Klebungszeitpunktes bei Kontaktklebern.

Vorgehen: Bei leichtem Druck des sauberen Handrückens auf den soeben getrockneten Klebstofffilm soll dieser sich noch leicht klebrig anfühlen, sich jedoch nicht mehr durch Fadenbildung auf den Handrücken übertragen.


Härter

s.h. Vernetzer


Härtezeit

Unter Härtezeit versteht man die Zeit, die ein Klebstoff benötigt um vollständig auszuhärten. Dies kann erfolgen durch Ablüften der Lösemittel, Verdunsten der Wasseranteile oder nach Abschluss der chemischen Reaktion.


HDPE

Polyethylen hoher Dichte (Kurzzeichen PE-HD und HDPE)


Heißklebeverfahren

Ausführung der Klebung in der Wärme.


Heißschmelzklebstoffe

(auch Hotmelts genannt) lassen sich nur mittels Aufheizgerät verarbeiten. Die Klebung erfolgt durch Erkalten des Klebstoffes. Dies geschieht meist in einer sehr kurzen Zeitspanne. Somit nur geeignet für kleinflächige Klebungen, evtl. kurze Raupen. Schnelles Arbeiten ist erforderlich.


Holzwerkstoffe kleben

Der Markt bietet ein breites Angebot an veredelten Holzwerkstoffen, wie z. B. furnierte Flächen, Spanplatten, Sperrhölzer, Faserplatten usw. an. Auch hier sind unterschiedliche Klebeeigenschaften anzutreffen.

In den meisten Fällen kann mit klassischen Leimen (Dispersionen), also wässrigen Klebstoffen, eine ausreichende Verleimung dieser rohen Holzwerkstoffe miteinander erreicht werden.

Für hoch beanspruchte Klebeverbindungen und bei Kombinationen von Hölzern mit anderen Werkstoffen (z. B. Metallen, Kunststoffen, beschichteten und lackierten Oberflächen usw.) werden anwendungsbezogene spezielle Klebstoffe angeboten. Oberflächenveredelte Hölzer (wie lackierte, lasierte, Kunststoff beschichtete, geölte Flächen usw.) benötigen ebenso eine sehr gezielte Klebstoffauswahl.

Fallweise können diese Oberflächen sehr klebeunfreundlich sein, dies gilt besonders für beschichtete Oberflächen. Da in den seltensten Fällen die vorliegende Beschichtung bekannt ist, werden Probeklebungen zur Eignungsprüfung immer angeraten. Es wird empfohlen, derartige Klebeflächen immer leicht anzuschleifen.


Hotmelt-Tipp

Um eine zu schnelle oder schockartige Wärmeableitung beim Einsatz von Schmelzklebstoffen zu vermeiden ist es oft ratsam die Werkstoffe, insbesondere Metall, leicht zu erwärmen.


Isocyanat

Eine chemische Verbindung (häufig auch MDI genannt), die als Härter oder Vernetzer bei verschiedenen 1- und 2-Komponentenklebstoffen verwendet wird.


Kältebeständigkeit

Sagt aus, bis zu welchem Temperaturbereich eine Klebung üblicherweise belastet werden kann. Die jeweiligen Grenzwerte sind stark abhängig vom Werkstoff und der mechanischen Belastung.


Kaltkontakt

Klebeverfahren bei üblicher Raumtemperatur (um die +20°C). Nach erfolgter Ablüftung des aufgetragenen Klebstoffes müssen die Klebeflächen innerhalb der angegebenen Zeitspanne (Offene Zeit) unter Druck verbunden werden. Nach Überschreiten dieser Zeit kommt keine Kontaktklebung mehr zustande.


Kartuschenprodukte

Hier gilt zu unterscheiden, ob 1- oder 2- Komponenten-Produkte verwendet werden.

Bei 2-Komponenten-Klebstoffen in Doppelkammerkartuschen erfolgt die Dosierung und Vermischung direkt aus Doppelkartuschen mittels Mischrohr.

In Fällen, bei denen ein Raupenauftrag aus der Mischdüse geeignet ist, kann dieser direkt erfolgen. Bei Flächenanwendungen ist eine anschließende Verteilung mittels geeignetem Spachtel erforderlich.

Bei 1-Komponenten-Produkten wird direkt aus der aufgeschraubten Düse aufgetragen. Bei Flächenanwendungen ist eine anschließende Verteilung mittels geeignetem Spachtel erforderlich.


Klebe-/Dichtmassen

Sind überwiegend 1-komponentig angebotene Produkte auf Basis PUR, STP, MS und Silikon.

Diese eignen sich nur für einen raupenförmigen Auftrag und benötigen eine ausreichende Luftzufuhr (Fugenspalt mind. 2 mm). Diese härten (vernetzen) zu einer elastischen Masse aus. Die Festigkeit der jeweiligen Masse ergibt sich aus der Rezeptur. Sie sind dann sehr beliebt, wenn von einer Klebefuge eine gewisse Elastizität gefordert wird (z. B. Schwingungsdämpfung, Vibrationsdämpfung usw.).


Klebefläche

Zu klebende Oberfläche der zu verbindenden Materialien.


Klebefuge

Als Klebefuge bezeichnet man den Spalt zwischen den Werkstoffen, der mit Klebstoff gefüllt wird.

Es muss unterschieden werden zwischen passgenauem und konstruktiv bedingtem größerem Fugenspalt. Bei passgenauen Fugen ist der Einsatz von nicht fugenfüllenden Systemen (wie z. B. Kontaktklebstoffen oder Klebelacken) möglich. Wenn geringe Spaltbreiten überbrückt werden müssen, sind nur fugenfüllende Reaktions-Klebstoffe (1- und 2- Komponenten-Klebstoffe) geeignet.


Klebegerecht

Kleben ist eine Verbindung von Oberflächen mittels Klebstoffen. Es ist wichtig, dass die Flächen möglichst groß sind, um eine maximale Krafteinwirkung zu ermöglichen.

 

Beachten Sie hierzu unter Praxistipps die 'Klebeanleitungen'.


Klebelack

Meist lösemittelhaltige Klebstoffe, die nass in nass verarbeitet werden.


Klebstoff

Ein Klebstoff ist ein nichtmetallischer Stoff, der Fügeteile durch Flächenhaftung (=Adhäsion) und innere Festigkeit (=Kohäsion) verbindet.


Klebstoffgerüche

Damit Klebstoffe eine Oberfläche benetzen (Kontakt bekommen) können, müssen diese immer flüssig, ggf. pastös sein. Dies wird entweder mittels Lösemitteln, Wasser, Schmelzen oder durch die flüssigen Komponenten bei Reaktions-Klebstoffen (Komponenten-Klebstoffen) erreicht. Bei der Verarbeitung verflüchtigen sich Lösemittel und Wasser in die Umgebungsluft oder werden vom Werkstoff aufgenommen, Schmelzen erkalten, Komponenten-Klebstoffe härten durch eine chemische Reaktion.

Solange Klebstoffe flüssig bzw. nicht ausgehärtet sind, können flüchtige Substanzen an die Umgebungsluft gelangen und sich durch Eigengerüche bemerkbar machen. Diese Gerüche verschwinden, nachdem die Klebstoffe vollständig ausgehärtet sind. Sollte nach Tagen noch eine Geruchsentwicklung beobachtet werden, können die Ursachen darin liegen, dass entweder Lösemittelreste noch eingeschlossen sind oder 2-Komponenten-Klebstoffe nicht homogen (gleichmäßig) vermischt wurden.


Kohäsion

Die Eigenfestigkeit eines Klebstoffes.


Komponenten-Klebstoffe

Hierunter werden Klebstoffe verstanden, die in getrennten Komponenten angeliefert bzw. verpackt werden und bei der Verarbeitung zusammengemischt werden müssen. Diese Reaktionsklebstoffe sind überwiegend unter dem Begriff 2-Komponenten-Klebstoffe bekannt.

Die getrennt verpackten Komponenten müssen exakt dosiert und sorgfältig homogen vermischt werden. Eine nicht homogene Vermischung kann dazu führen, dass einzelne Mengen nicht oder nur teilweise aushärten. Dies kann zu Fehlklebungen führen. Häufig werden solche Klebstoffe in Doppelkammer-Kartuschen zur Verarbeitung mit einem statischen Mischrohr angeboten. Diese Verpackung erlaubt eine einfache Verarbeitung, verbunden mit einer exakten Dosierung und homogenen Vermischung.

Hinweis: Es werden auch einzelne Systeme angeboten, bei denen die chemische Reaktion durch den Kontakt der beiden Komponenten angestoßen wird und dann selbstständig abläuft. Diese werden auch als No-Mix-Produkt bezeichnet.


Konstruktive Klebungen

(z. B. bei Metallen, Kunststoffen, Hölzern usw.) benötigen Klebstoffe mit hoher Festigkeit. Hier haben sich Produkte auf Rohstoffbasis Epoxidharz, Polyurethan und Methylmethacrylat (MMA) bewährt. Diese werden überwiegend als 2-Komponenten-Klebstoffe angeboten.

Bei 2-Komponenten-Produkten ist eine exakte Dosierung der Komponentenanteile und eine einwandfreie homogene Vermischung zwingend nötig. Die sich ergebenen Topfzeiten (Verarbeitungszeiten) sind abhängig von der Rezeptur.

Bei 1-Komponenten-PUR-Klebstoffen sowie Klebe-/Dichtmassen sind die Härterkomponenten bereits integriert. Der Härteprozess erfolgt mittels Feuchtigkeit aus den Materialien, der Umgebungsluft oder durch zugesprühtem Wassernebel.


Kontaktklebezeit

Auch Offene Zeit genannt. Hiermit wird die Zeitspanne bezeichnet, innerhalb der die mit Klebstoff beschichteten Werkstoffe zusammengefügt werden müssen. Wichtig bei Kontaktklebstoffen. Ein Überschreiten dieser Zeit führt zu Fehlklebungen.


Kontaktklebstoffe

Eine Klebstoffart, bei der nicht nass in nass geklebt wird, sondern erst nach Ablüften/Verflüchtigen (Ablüftezeit) der flüssigen Bestandteile. Die entstehenden trockenen Klebstoffschichten können innerhalb der angegebenen Kontaktklebezeit oder Offenen Zeit unter Druck in Kontakt gebracht werden. Es wird eine sofortige Anfangsfestigkeit erzielt.


Kontaktklebung

Ein Klebeverfahren, bei dem der Klebstoff auf beide Werkstoffoberflächen aufgetragen wird und nach erfolgter Ablüftung der flüssigen Substanzen (Lösemittel, Wasser) beide fingertrockenen Klebflächen mit möglichst hohem Druck kurz zusammengepresst werden.

Nach Überschreiben der Kontaktklebezeit, Offenen Zeit, kann nur noch in Ausnahmefällen eine Klebung erfolgen.

Vorteil der Kontaktklebung: es wird eine sofortige Anfangsfestigkeit beider Werkstoffe erreicht.


Küchenarbeitsplatten abdichten

Stoßfugenklebung.

Vielfach ergibt die Gestaltung der Küchenarbeitsflächen die Notwendigkeit, die Arbeitsplatten (beschichtete Holzspanplatten) zu verlängern oder über Eck zu arbeiten.


Kunststoffarten

Häufig vorkommende Arten: Acrylnitril, Butadien, Styrol, Acrylester, Polyamid, Polycarbonat, Polyethylen, Polyethylenterephthalat, Polymethylmethacrylat, Polyurethan, Polypropylen, Polystyrol, Polyvinylchlorid, Teflon


Kunststoffe, Duromere

Im Gegensatz zu thermoplastischen Kunststoffen haben die duromeren Kunststoffe die Eigenschaft, bei hohen Temperaturen nicht weich oder flüssig zu werden.


Kunststoffe, thermoplastisch

Herstellung thermoplastischer Kunststoffe:
Der vom Kunststoffverarbeiter ausgewählte Kunststoff wird bevorzugt als Granulat (Körner, Pastillen usw.) angeliefert. Mittels Maschinen, sog. Extruder (vergleichbar mit großem, beheizten Fleischwolf), wird das Granulat aufgeschmolzen und mit hohem Druck in eine Form gepresst. Nach Erkalten hat das Teil seine vorgesehene Form. Man spricht hier auch vom Spritzgussverfahren bzw. von Spritzgussteilen.

Eine weitere Art der Formgebung ist das Vakuum-Tiefziehverfahren. Hier werden thermoplastische Kunststoffe als Plattenmaterial (sog. Halbzeug) angeliefert, über einer Form erhitzt und mittels Vakuum in die Form gesaugt. Nach Erkalten hat der Kunststoff seine vorgesehene Form. Diese Version wird bei technischen (bzw. großen) Teilen in Wannen-, Schüsselformen oder bei Lebensmittel-Verpackungen bevorzugt.

Hohlkörper aus Kunststoff werden häufig mittels Blasformen hergestellt. Es wird ein Halbzeug im Spritzgussverfahren gefertigt, in einer Blasformmaschine erneut erhitzt und mit erhitzter Luft in die gewünschte Form geblasen.

Bekannte Anwendungen: Getränke- und Reinigungsmittelflaschen usw.


Lagerfähigkeit

Die Zeit, in der ein Klebstoff im verschlossenen Gebinde bei der angegebenen Lagertemperatur (in der Regel übliche Lagertemperatur um die +20 °C) gelagert werden kann.

Üblicherweise geht man hier von Mindesthaltbarkeitszeiten aus, häufig können Klebstoffe auch eine längere Zeit unter ordnungsgemäßen Bedingungen gelagert werden.

Häufig begrenzen die Lagerzeiten Faktoren wie: Absetzen von Füllstoffen, sich verändernde Rohstoffbestandteile, Ausdringen von Lösemitteln, chemische Reaktionen bei eingebauten Härtersystemen. Gering überschrittene Lagerzeiten bedeuten nicht zwingend die Unbrauchbarkeit eines Klebstoffes. Eine Probeklebung gibt im Zweifel Aufschluss.


Lagerzeit

Die Zeit, in der ein Klebstoff im verschlossenen Gebinde bei der angebenen Lagertemperatur (in der Regel übliche Lagertemperatur um die +20 °C) gelagert werden kann.

Üblicherweise geht man hier von Mindesthaltbarkeitszeiten aus, häufig können Klebstoffe auch eine längere Zeit unter ordnungsgemäßen Bedingungen gelagert werden.

Häufig begrenzen die Lagerzeiten Faktoren wie: Absetzen von Füllstoffen, Ausdringen von Lösemitteln, chemische Reaktionen bei eingebauten Härtersystemen. Überschrittene Lagerzeiten bedeuten nicht zwingend die Unbrauchbarkeit eines Klebstoffes. Eine Probeklebung gibt im Zweifel Aufschluss.


Leder kleben

Leder ist ein klebetechnisch differenziert zu betrachtender Werkstoff. Es ist grundsätzlich ein Naturprodukt mit allen möglichen natürlichen Schwankungen und beinhaltet unterschiedliche Anteile an Fetten, Gerbsäuren, Färberückständen u. a. Substanzen.

Die dekorative Oberfläche ist meist gefärbt und mit Schutzausrüstungen versehen. Die Lederoberfläche kann häufig ein Finish aus Kunststoffen wie PVC, PUR o. a. aufweisen. Vielfach kommen Schmutz- und Wasserabweisende Mittel zum Einsatz, die wiederum eine Klebung erschweren.

Sehr häufig ist der Werkstoff Lefa (Lederfaser) anzutreffen. Dieses Material kommt dem echten Leder sehr nahe und wird z. B. aus Lederresten und Lederabfällen hergestellt und veredelt. Lefa findet Einsatz bei der Herstellung von Gürteln, Kleinlederwaren und in Teilbereichen bei Schuhen. Die Klebeeigenschaften können ähnlich schwanken wie bei sog. echtem Leder.


Leime

Leime, Latex, Dispersionen enthalten Wasser. Diese Produkte können nur eingesetzt werden, wenn mindestens ein Werkstoff saugfähig bzw. durchlässig ist, damit sich die Wasserbestandteile verflüchtigen können. Die Wasseraufnahme erfolgt vom Werkstoff oder von der Umgebungsluft (Ausnahme: wässrige Kontaktklebstoffe: diese Klebstoffflächen müssen erst vollständig ablüften, bevor sie zusammengefügt werden können).

Der Begriff Leim wird in den Bereichen Holz- und Papierverarbeitung im Sprachgebrauch auch anstelle des Wortes Klebstoff verwendet.


Lösemitteldämpfe (Lösungsmitteldämpfe)

sind schwerer als Luft (können je nach Konzentration ein zündfähiges Gas-, Luftgemisch bilden) und sammeln sich am Boden, in Senken, in Mulden oder in Kellerräumen.

Eine Absaugung (nur explosionsgeschützte Geräte verwenden!) muss immer fort vom Menschen erfolgen, nicht am Körper vorbei.


Metalle (beschichtet, lackiert usw.) kleben

Hier gilt zu beachten, dass die Klebefläche nicht das Metall ist, sondern eine Oberflächenveredelung. Lacke und Beschichtungen sind Kunststoffe, somit werden Klebstoffe mit guter Kunststoffhaftung benötigt.

 


Metalle (blank) kleben

Hier geht es um blanke Metalloberflächen, also keine Beschichtungen, Lackierungen oder andere Oberflächenveredelungen.

Die üblicherweise anzutreffenden blanken Metalle sind Stahl, Edelstahl, Eisen, Aluminium, Kupfer, Messing und Blei. Die übrigen Metallarten treten klebetechnisch seltener in Erscheinung.

Edelstahl und verchromte Oberflächen lassen sich weniger gut kleben und erreichen oft geringere Festigkeitswerte.


Mindesthärtezeit

Ist die Zeitspanne, in der die geklebten Teile unter Fixierdruck bleiben müssen, bevor eine Weiterverarbeitung möglich ist.


Mindestverarbeitungstemperatur

Eine Temperaturangabe, die bei der Klebung nicht unterschritten werden darf. Dies gilt sowohl für den Klebstoff, den Werkstoff als auch für die Umgebungsluft.


Mischrohr

Ermöglicht aus Doppelkartuschen eine sorgfältige Dosierung, Vermischung und sauberen Auftrag. Bei Unterbrechungen härtet der Klebstoff innerhalb der Härtezeit im Rohr aus.

Ein Entfernen/Wechseln der Rohre nur, wenn es ausgehärtet ist, bzw. erst bei Neubeginn der Arbeit.


Mischungsverhältnis

Bei 2-Komponenten-Klebstoffen die Angabe, die das Mengenverhältnis (Gewichts- oder Volumenteile) der beiden Komponenten angibt. Gilt auch bei der Zugabe von Vernetzer-/Härteranteilen bei Klebstoffen, die mit diesen Zusätzen verbessert werden.


MMA

Gebräuchliche Abkürzung bei Klebstoffen auf Basis Methylmethacrylat.


MS

Gebräuchliche Abkürzung bei Klebe-/Dichtmassen auf Basis silanterminierter Polymere.


Nachvernetzende Schmelzklebstoffe

Eine spezielle Art von Schmelzklebstoffen mit eingebautem Härter/Vernetzer.

Üblicherweise sind Schmelzklebstoffe thermoplastisch, d.h. sie werden bei jeder Erhitzung wieder weich bis flüssig. Diese besonderen Schmelzklebstoffe holen sich von der Werkstoffoberfläche oder Umgebungsluft Feuchtigkeit und reagieren/vernetzen zu duromeren Kunststoffen, d.h. sie werden durch Erhitzung nicht mehr weich oder flüssig. Auch verhärten/verspröden sie bei Kälte/Frost nicht und behalten weitgehend eine Flexibilität.

Wichtig ist: sie müssen bei der Lagerung und Verarbeitung vor Luftfeuchtigkeit geschützt werden.


Nassbeständigkeit

Nässe, Wasser und Feuchtigkeit können schädlich auf eine Klebefuge einwirken. Die Art der Oberfläche der Werkstoffe, auftretende Temperaturen und die Einwirkungsdauer können einen Einfluss auf diese Beständigkeit haben.

Eine sorgfältige Klebstoffauswahl ist nötig.


Nassklebung

Durchführung der Klebung unmittelbar nach Klebstoffauftrag. Bis zum Abbinden des Klebstoffes ist eine mechanische Fixierung der zu verbindenden Teile erforderlich.


NBR

Nitrilkautschuk, Nitrile Butadiene Rubber, Nitril-Butadien-Kautschuk (Kurzzeichen NBR)


NR

Naturkautschuk, Kautschuk (Kurzzeichen NR)


Oberflächen (beschichtet) kleben

Können entweder sehr günstig für eine Klebung sein, jedoch auch zu Schwierigkeiten führen.

Grundsätzlich können Beschichtungen als Kunststoff bezeichnet werden und somit sollten Klebstoffe mit guter Kunststoffhaftung in die Auswahl mit einbezogen werden. Eine Vielzahl von Beschichtungen zeigt sich als klebeunfreundlich.

Da in den seltensten Fällen die vorliegende Beschichtung bekannt ist, werden Probeklebungen zur Eignungsprüfung immer angeraten. Ein leichtes Anschleifen derartiger Klebeflächen ist immer von Vorteil.


Oberflächen (lackiert) kleben

Können entweder sehr günstig für eine Klebung sein, jedoch auch zu Schwierigkeiten führen.

Grundsätzlich können Lackierungen als Kunststoff bezeichnet werden und somit sollten Klebstoffe mit guter Kunststoffhaftung in die Auswahl mit einbezogen werden. Da in den seltensten Fällen der vorliegende Lack bekannt ist, werden Probeklebungen zur Eignungsprüfung immer angeraten. Ein leichtes Anschleifen derartiger Klebeflächen ist immer von Vorteil.


Offene Zeit

Auch Kontaktklebezeit genannt. Hiermit wird die Zeitspanne bezeichnet, innerhalb der die mit Klebstoff beschichteten Werkstoffe zusammengefügt werden müssen.
Ein Überschreiten dieser Zeit führt zu Fehlklebungen.


PA

Polyamid (Kurzzeichen PA)


Passgenau

Hier ist gemeint: die beiden Klebeflächen berühren sich spaltfrei, d.h. sie berühren sich gegenseitig. In diesen Fällen können Klebstoffe verwendet werden, die kein füllendes Verhalten haben, z. B. Kontaktklebstoffe, dünnflüssige Klebstoffe.


PC

Polycarbonat (Kurzzeichen PC) Handelsnamen z.B.: Makrolon®, Lexan®,


PE

Polyethylen, Polyäthylen (Kurzzeichen PE)


PE-HD

Polyethylen hoher Dichte (Kurzzeichen PE-HD und HDPE)